Willkommen in unserem Blog für Vintage-Uhren!

Hier stellen wir laufend bedeutende und faszinierende Zeitmesser und deren Geschichten sowie weitere spannende Themen aus der Welt der Chronometrie vor.

Die Memovox Polaris II von Jaeger-LeCoultre – Eine 70er Rarität mit Kultstatus

Die im Vallée de Joux beheimatete und 1833 gegründete Manufaktur hat über die Jahrzehnte viele meisterhafte Stücke gefertigt, so zum Beispiel die ausgeklügelten Modelle aus der Kollektion Memovox (lat. Memoria «Erinnerung» und vox «Stimme»). Die erste mechanische Armbanduhr mit Weckfunktion brachte Jaeger-LeCoultre 1951 heraus. Kurz daraufhin führte die Manufaktur den Markt mit der 1956 lancierten Memovox Automatic – die weltweit erste Automatikuhr mit Weckfunktion. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte dieser erfolgreichen Schweizer Produktionsstätte.

Eine überaus spektakuläre Version dieser Automatikuhr ist die Memovox Polaris II. Der Zeitmesser im typischen siebziger Jahre Charme ist mit dem Automatikwerk Kaliber 916 und einem Handaufzug-Wecker ausgestattet. Das Werk mit dem legendären Hochfrequenzkaliber, dessen Unruh 28’800 Alt. (Halbschwingungen) pro Stunde vollführt, hat die ganze Uhrenindustrie revolutioniert. Zwischen 1970 und 1972 wurden gesamthaft etwas mehr als 1000 Stück davon produziert. Die Uhr ist in drei Farbvarianten erhältlich, wovon die abgebildete graue Version sehr rar ist. Des Weiteren trägt diese Version auf dem Zifferblatt die Buchstaben HPG für «High Precision Guarantee». Eine der wenigen Exemplare dieser Memovox also, die exklusiv für den amerikanischen Markt bestimmten Handel gefertigt wurde.

Die Omega Speedmaster „Missions Collection“

50 Jahre Mondlandung – Zur Feier präsentieren wir Ihnen einige sehr seltene Speedmaster aus der Omega Missions Collection von 1997. Die Kollektion entstand anlässlich des 40. Geburtstags der Speedmaster und ist eine Hommage an die bekanntesten amerikanischen Weltraumflüge der damaligen Zeit. Diese und weitere interessante Raritäten rund um die Mondlandung finden sie in unserem neuen Geschäft THE WATCH COLLECTOR an der Neugasse 26 in Zug.

Die Omega Speedmaster Gemini V: Vorbereitung für den Mondflug

Die Omega Speedmaster Gemini V ist eine Hommage an die Weltraummission, die zwischen dem 21. und 29. August 1965 ausgeführt wurde mit grosser Bedeutung für die spätere Mondlandung.

Gordon Cooper und Charles „Pete“ Conrad testeten erfolgreich neue Brennstoffzellen und führten diverse Experimente durch. Die Gemini V verdoppelte den Raumfahrtrekord von vier auf acht Tage. Mit diesen acht Tagen stellte die Besatzung einen neuen Langzeitrekord im Weltall auf und die USA ging auf diesem Gebiet gegenüber der Sowjetunion in Führung. Zudem war es der Beweis, dass sich Menschen lange genug in der Schwerelosigkeit aufhalten und somit einen sicheren Mondflug durchführen können.

Für diese NASA-Mission haben die Astronauten erstmals ein Abzeichen selber entworfen. Das Abzeichen enthält einen Conestoga-Wagen, die Missionsbezeichnung „Gemini V“ und die Namen der Astronauten. Dieses Zeichen ziert das Hilfszifferblatt der Speedmaster Gemini V bei 9 Uhr. Ein seltenes Stück  aus der Speedmaster Missions Collection – eine Erinnerung an eine der wichtigsten Weltraummissionen des 20. Jahrhunderts.

Die Omega Speedmaster Gemini VII: Eine Langzeitmission

Die NASA untersuchte mit der Langzeitmission Gemini 7 erneut die Auswirkungen auf den menschlichen Körper bei einem längeren Aufenthalt im Weltraum. Die Omega Speedmaster Gemini 7 aus der Missions Collection ist eine Hommage an diesen 14 Tage andauernden Rekordflug, welcher total 206 Erdumkreisungen schaffte.

Die Astronauten Frank Borman und Jim Lovell befanden sich doppelt so lange im Weltraum wie jemals ein Mensch zuvor. Das Missionsemblem auf dem Zifferblatt der Speedmaster zeigt eine olympische Fackel, welche die marathonartige Länge der Reise darstellt. Die Gemini 7 konnte einige herausragende Erfolge verbuchen, zum Beispiel, das erste von Gemini 6A durchgeführte Weltraum-Rendezvous mit Besatzung. Die beiden Gemini Raumschiffe liessen sich sehr gut steuern und näherten sich bis auf wenige Zentimeter – ein voller Erfolg.

Weiter bestand diese Mission darin, aus früheren Flügen zu lernen und eine Vielzahl weiterer alltäglicher Probleme des Langzeit-Weltraumflugs anzugehen, so zum Beispiel den genügend grossen Stauraum für die Mülldeponierung. Es wurden auch Studien zur Ernährung im Weltraum durchgeführt, und die Ärzte beobachteten die jeweiligen Auswirkungen auf die Astronauten. Außerdem arbeiteten und schliefen beide Astronauten im selben Rhythmus, angepasst an die Arbeits- und Schlafenszeit der Bodencrew.

Die Omega Speedmaster Gemini X: Rendezvous im All

Die Omega Speedmaster Gemini X erinnert an die Weltraummission, die zwischen dem 18. Juli 1966 und dem 21. Juli 1966 stattfand.

Kommandant John Young, der mit  Gemini III bereits Erfahrungen im All sammeln konnte, und Pilot Michael Collins wurden für diese schwierige Mission ausgewählt. Ein grosses Augenmerk wurde auf die Kopplung mit dem Agena-Satelliten gelegt. Die Fähigkeit zum Rendezvous im All war für das Apollo-Programm essenziell, um während des Fluges zum Mond die Mondlandefähre mit der Kommandokapsel koppeln zu können. Die geplanten Experimente konnten leider nicht alle plangemäss ausgeführt werden. Trotzdem wird die Mission als Erfolg angesehen, denn das Rendezvous mit zwei verschiedenen Zielsatelliten funktionierte einwandfrei. Ebenso das Andocken und das Zünden des Agena-Triebwerkes. Es war das erste Mal, dass ein Raumschiff den Antrieb eines anderen Flugkörpers nutzen konnte.

Diese ikonische Omega mit ihren elegant-dezenten Farbtönen gehört ebenfalls zur Speedmaster Missions Collection. Das Emblem bei 9-Uhr zeigt die römische Zahl 10 für den zehnten Flug in der Gemini-Serie. Auch ersichtlich sind die beiden Raumfahrzeuge und ihre Umlaufbahnen. Sie symbolisieren die Rendezvous- und Docking-Mission der Zwillinge und der Agena.

Die Omega Speedmaster Apollo IX: Mutterschiff und Mondfähre

Dieses Apollo IX-Modell erinnert an die Mission, die James A. McDivitt, David R. Scott und Russel L. Schweickart zwischen dem 3. und 13. März 1969 durchgeführt haben. Apollo 9 war die dritte bemannte Mission im US-amerikanischen Apollo-Programm und der erste Flug des vollständigen Apollo-Raumfahrzeugs, der die beiden Hauptkomponenten enthielt: einerseits das Haupttriebwerk mit der Kommando-Kapsel (CSM), also das Mutterschiff, und andererseits die Mondfähre (LM). Die Mission wurde durchgeführt, um zu zeigen, dass die Besatzung die Mondfähre selbständig fliegen und es dann wieder an das Mutterschiff andocken konnte. Dieser Prozess war für die damals noch bevorstehende Mondlandung mit Besatzung unabdingbar.

Diesem wichtigen Ereignis ist die Speedmaster Apollo 9 aus der Missions Collection gewidmet. Auf dem Hilfszifferblatt ist das Missionsemblem samt Mutterschiff und Mondfähre ersichtlich – eine Uhr, die abhebt!

Die Omega Speedmaster Apollo XIII: „Houston, wir haben ein Problem“

Die Omega Speedmaster Apollo XIII aus der Missions Collection ist eine Hommage an die Weltraummission, die in die Filmgeschichte einging: „Houston, wir haben ein Problem.“ Ein Satz, der auch heute noch in aller Munde ist.

Kommandant James Arthur „Jim“ Lovell, Jack Swigert und Fred Haise bildeten die Mannschaft der Apollo 13. Die Mission begann am 11. April 1970 und musste am 17. April 1970 frühzeitig beendet werden. Fast 56 Stunden nach dem Start, 300.000 km von der Erde entfernt, kam es zu einer Tank-Explosion im Servicemodul „Odyssey“, kurz nachdem der im Tank befindliche Ventilator in Betrieb genommen worden war. Die Mondlandung konnte somit nicht vollbracht werden. Mit technischen Improvisationen und grossem Know-How konnten die drei Besatzungsmitglieder jedoch lebend zur Erde zurück gebracht werden. Es war der einzige Apollo-Flug, der frühzeitig abgebrochen werden musste, aber eine Mission, dem auch ein ganz besonderer Rekord gebührt: Die drei Astronauten von Apollo 13 sind diejenigen Menschen, die am weitesten von der Erde entfernt waren, sagenhafte 401.056 km.

Das Emblem von Apollo 13, welches auf dieser Omega Uhr zu sehen ist, symbolisiert, wie die Apollo-Flüge das Licht des Wissens auf die gesamte Menschheit ausgeweitet haben. Daher auch die lateinische Phrase „Ex Luna Scientia“, das bedeutet „Vom Mond, Wissen“. Eine explosive Uhr mit viel Geschichte!

Die Omega Speedmaster Skylab I: 11,5 Millionen Meilen

Die Omega Speedmaster Skylab I aus der Missions Collection erinnert an die erste bemannte Skylab Mission, die mit der gleichnamigen Raumstation auf der fünften Umlaufbahn zusammentraf.

Die erste und bisher einzige rein US-amerikanische Weltraumstation Skylab war ein sehr wichtiger Vorläufer für die heutige Internationale Raumstation. Bei ihrem Start am 14. Mai 1973 verlor die Station ihren Sonnenschutz und eines ihrer Hauptsolarmodule. Die in diesem Zusammenhang durchgeführten Raumfahrtmissionen trugen ebenfalls den Namen Skylab. Zu den Aufgaben der Besatzung gehörte die Reparatur der beschädigten Raumstation.

Die Mission Skylab I mit den Astronauten Charles Conrad, Joseph P. Kerwin und Paul J. Weitzwas wurde zwischen dem 25. Mai und dem 22. Juni 1973 durchgeführt. Nachdem Skylab zunächst umfassend repariert worden war, setzte die Besatzung einen Sonnenschirm ein, um die Innentemperaturen zu kühlen. Für diese Mission legte die Besatzung insgesamt 11,5 Millionen Meilen zurück und führte so zu einer Verdoppelung  der bisher längsten Reisezeit im Weltraum. Das Missionsemblem auf dem Zifferblatt dieser seltenen Omega-Armbanduhr enthält eine Darstellung der berühmten Raumstation.

Die Omega Seamaster Chronograph Darth Vader: Star Wars Fans aufgepasst!

Eine 47.3mm Omega für echte Freaks! Die legendäre Seamaster Chronograph Darth Vader mit ihrem eckigen, helmartigen Gehäuse gehört wohl zu den bekanntesten Omega-Uhren der 70-er Jahre. Wie alle anderen Seamaster dieser Generation verfügt die Darth Vader über das hauseigene Handaufzugswerk Kaliber 861. Formschön und durchdacht mit Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger hinter dem reflexfreien Mineralglas – der Chronograph überzeugt auf der ganzen Linie.

Aussergewöhnlich und gelungen ist auch die zweiteilige Konstruktion des Gehäuses mit seinen überdeckten Bandansätzen. Das Uhrwerk aus rostfreiem Stahl wurde in eine Kalotte eingebaut, welche mittels O-Ring ins Aussengehäuse eingehängt wurde, wodurch sich die Stoßfestigkeit erhöht und das Uhrwerk besser geschützt wird. Die von oben ersichtlichen Aussenflächen wurden durch Wolframbeschuss mit einer kratzfesten Schutzschicht gehärtet und mittels Physical Vapor Deposition schwarz gefärbt. Mit diesen revolutionären Ideen wurde der Chronograph schon damals zu einem Objekt der Begierde.

Die Seamaster Star Wars Familie wird komplettiert durch zwei silbergraue Versionen, wovon eine der beiden als ‚Anakin Skywalker‘ bekannt ist. Alle drei Raritäten sind in unserem neuen Geschäft THE WATCH COLLECTOR ausgestellt.

Die Omega Memomatic: für pünktliche Uhrenbegeisterte

Omega Uhren aus den 70ern erfreuen sich heute grosser Beliebtheit. Dabei werden oft die Speedmaster-Modelle oder die Taucheruhren ins Rampenlicht gestellt. Es gibt jedoch einige andere Modelle, die unter leidenschaftlichen Sammlern gesucht sind und bei denen es sich genauso lohnt, etwas genauer unter die Lupe zu blicken.

So zum Beispiel die Omega Memomatic aus der Seamaster-Familie. Diese Uhr kam zum ersten Mal anfangs der 70er auf den Markt und ist mit ihrem bulligen Design noch heute eine Augenweide. Sie wurde in vier verschiedenen Ausführungen auf den Markt gebracht und insgesamt wurden ca. 35’000 Stück produziert. Der Konstrukteur der Uhr, Raoul-Henri Erard, hat dafür das Kaliber 980 entwickelt, welches nur ein Federhaus besitzt – eine damalige Weltneuheit für eine Uhr mit Weckfunktion. Um die Ganggenauigkeit zu gewährleisten, benutzt der Wecker maximal eine Umdrehung des Federhauses. Nach einer Stunde kann der automatische Aufzug wieder genug Kraft generieren, um den Wecker erneut zum Klingen zu bringen. Wird der Wecker früher benötigt, muss dem Federhaus durch das manuelle Aufziehen über die Krone Kraft zugeführt werden. Eine weitere Neuheit war, dass man den Wecker auf die Minute genau auslösen konnte. Zu diesem Zweck sind auf dem Zifferblatt zwei Scheiben integriert, eine mit einem aufgedruckten Dreieck, die andere mit zwei parallel verlaufenden Linien. Erstere zeigt die auszulösende Stunde an, letztere die Minute.

Da die Memomatic der Seamaster Familie entspringt, besitzt sie ein wasserdichtes Gehäuse, welches einem Druck von 30 bar stand hält. Durch das dichte Gehäuse wird der Ton des Alarms stark gedämpft. So wurde die Uhr nicht als Wecker für das morgendliche erwachen beworben, sondern vielmehr als Gedächtnisstütze im Alltag. Hierzu ein Zitat aus der originalen Werbung von Omega: «Obwohl die Uhr wie ein Miniatur-Wecker läutet, tönt sie diskret, um Sie an Ihren nächsten Termin zu erinnern – bis Sie den Alarm durch betätigen des Drückers stoppen. Falls der Alarm während einer Sitzung losgeht, fallen Ihre Kollegen nicht vor Schreck aus dem Stuhl. Vielmehr werden Sie als eine Person bei der die Minute zählt wahrgenommen.»